Faktenblatt: 17) Fussabdruck Schweiz

Der ökologische Fussabdruck der Schweiz ist um mehr als 4 Mal grösser als die Biokapazität der Schweiz.

Der ökologische Fussabdruck der Schweiz beträgt 5,0 globale Hektaren pro Person, die Biokapazität hingegen nur 1,2 gha pro Person. Unser Ressourcenverbrauch ist also um mehr als 4 Mal zu gross. Wir verhalten uns somit bei Weitem nicht nachhaltig.

Der ökologische Fussabdruck der Schweiz:

Quelle: BAFU, http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/21/03/01.html

Der Fussabdruck der Schweiz ist mehr als viermal so gross wie ihre Biokapazität. Er misst im Jahr 2008 fünf globale Hektaren (gha) pro Person. Die Biokapazität unseres Landes beträgt indes bloss 1,2 gha pro Kopf.

Abbildung: Von 1961 bis 2007 hat der ökologische Fussabdruck pro Person von 4,0 gha auf 5,0 gha zugenommen, d.h. um 25%. In derselben Periode hat die Biokapazität pro Person von 1,7 gha auf 1,2 gha abgenommen, d.h. um 29%.
Gleichzeitig ist die Schweizer Bevölkerung von 5,51 Mio. auf 7,59 Mio. angewachsen, d.h. um 38%. Die Abnahme der „Biokapazität pro Person“ kann also zu einem hohen Anteil mit dem Bevölkerungswachstum erklärt werden.

Die Zusammensetzung des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz:

Abbildung: Der Verbrauch fossiler Energie macht 65% des ökologischen Fussabdrucks aus und ist damit weit bedeutender als alle anderen Bereiche. Ausserdem ist sein Anteil am ökologischen Fussabdruck jener, der in den vergangenen Jahrzehnten am stärksten gewachsen ist.

Wir leben auf Kosten anderer Erdteile oder künftiger Generationen:

Das Missverhältnis zwischen ökologischem Fussabdruck und Biokapazität besteht in der Schweiz schon seit Jahrzehnten. Dieser Konsum ist nur dank des Imports von natürlichen Ressourcen möglich. Da die Schweiz jedoch rund dreimal mehr Umweltleistungen und -ressourcen konsumiert als global verfügbar sind (1,8 gha pro Person), ist ihr Konsum nicht nachhaltig.
Die Weltbevölkerung wächst weiter, der ökologische Fussabdruck pro Person wird ebenfalls zunehmen. Es stellt sich die Frage, wie lange und unter welchen Bedingungen wir die notwendigen Ressourcen importieren können; künftige Generationen werden Lösungen finden müssen; handeln ist jetzt schon angesagt!

JVO, 04/14