Faktenblatt: 04) Wasserqualität

Wasserqualität

Der qualitative Gewässerschutz weist in der Schweiz einen hohen Stand auf. Mit Hilfe von Vorschriften und Kläranlagen werden die Qualitätsziele in der Regel erreicht.

Die Schweiz geniesst einen guten Ruf im qualitativen Gewässerschutz. Die Phosphor-Konzentrationen in den Seen verdeutlichen dies klar. Auch der Rückgang des Bleigehaltes im Rhein zeigt die Wirkung von Technik und Vorschriften. Es verbleiben aber noch Mikroverunreinigungen in Gewässern mit hohem Abwasseranteil, die weiter reduziert werden sollen.

Phosphorbelastung der Seen:

Der Phosphorgehalt der Auswahl an Schweizer Seen widerspiegelt den Erfolg des qualitativen Gewässerschutzes der Schweiz: Als Folge der Massnahmen im baulichen Gewässerschutz, des Phosphatverbotes für Textilwaschmittel und der Ökologisierung der Landwirtschaft konnte die steigende Phosporbelastung in den 70er-Jahren gebrochen und anschliessend über die Dauer von 30 Jahren stark korrigiert werden.

Quelle: Bundesamt für Umwelt

Wasserqualität des Rheins:

Das BAFU (NADUF-Programm) untersucht die Wasserqualität des Rheins bei Basel; damit werden die Bemühungen des Gewässerschutzes über einen grossen Teil der Schweiz nachgewiesen: Bezüglich Phosphor werden die erwähnten Beobachtungen bestätigt; zusätzlich scheint sich die Nitratbelastung seit 1993 stabilisiert zu haben; der Rückgang beim Blei ist auf den rückläufigen Verbrauch von bleihaltigem Benzin seit der Einführung des Katalysators Ende der 80er Jahre zurückzuführen.

Bemerkenswert ist, dass in der Periode der untenstehenden Graphiken von 1977 bis 2008 die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz von 6.28 Mio. auf 7.59 Mio. gewachsen ist, d.h. um 21%.

Phosphatbelastung:

Nitratbelastung:

Bleibelastung:

Quelle: Bundesamt für Umwelt

Mikroverunreinigungen:

Die Situationsanalyse in Schweizer Flüssen und Seen hat gezeigt, dass trotz effizienter gesetzgeberischer Instrumente und gutem Ausbaustandard der Kläranlagen nach wie vor gewisse Stoffe durch die Maschen des Netzes schlüpfen und in die Gewässer gelangen. Betroffen von Mikroverunreinigungen sind vor allem kleine und mittlere Fliessgewässer in dicht besiedelten Regionen und in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten.

Quelle: Bundesamt für Umwelt

JVO, 04/14